Konflikte und Konfliktmanagement gehören zum Tagesgeschäft. Viele Auseinandersetzungen klären sich durch ein sachliches Gespräch, eine Entschuldigung oder schlicht durch Zeit. Andere nicht. Sie kehren wieder, ziehen Dritte hinein und werden mit jedem Klärungsversuch fester. Der Unterschied zwischen beiden Sorten lässt sich erkennen – und er entscheidet darüber, was jetzt hilft.
Bei der zweiten Sorte arbeitet der gute Wille gegen Sie. Wer deeskaliert, wo eine Sache auf den Tisch gehört, hält den Konflikt am Leben. Wer auf eine gemeinsame Lösung drängt, obwohl die Interessen sich tatsächlich ausschließen, erzeugt Scheinvereinbarungen, die in der nächsten Sitzung zerfallen. Konflikte haben eine eigene Dynamik, die sich beeinflussen lässt – steuern lässt sie sich nicht.
Im Seminar lernen Sie, diese Dynamik zu lesen: Woran erkennen Sie, auf welcher Stufe ein Konflikt steht, worum tatsächlich gestritten wird und in welche Richtung er gerade läuft? Daraus folgt die eigentliche Entscheidung – ob diese Situation Beruhigung braucht oder Zuspitzung. Beides kann richtig sein, und beides will geübt sein.
Modelle zur Eskalation und zu Konflikttypen nutzen wir zur Einordnung; sie zeigen Ihnen, wo Sie stehen. Die Arbeit beginnt danach, an Ihrer eigenen Beteiligung: Welche Konflikte bringen Sie regelmäßig in Fahrt, welche vermeiden Sie, und was passiert dadurch im Umfeld?
Das Seminar ist ein Blended-Learning-Format: eine Online-Einheit zur Vorbereitung, Präsenztage zur Arbeit an Ihren eigenen Fällen und ein Transfergespräch einige Wochen später.
Blended Learning: 2 Tage Präsenz mit max. 10 Teilnehmenden, Online-Einheit vorab, Transfergespräch einige Wochen später.
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